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alter. shirt einen zehner.

Boardstein für umme - Das Interview

7. October 2007, 00:10 - Autor: Bastian Stegen

Brettsplitter: Die Boardstein wird es bald umsonst in Skateshops geben. Wie funktioniert es, ein Magazin, das vor Jahren noch fast am Boden war, nun umsonst in Skateshops zu verteilen?

Boardstein: Das funktioniert nur, weil wir quasi immer noch am Boden sind und nichts mehr zu verlieren haben, diesen letzten Schritt aber noch gehen möchten, um – sollte es allen Erwartungen zuwider nicht funktionieren, wenigstens sagen zu können, wir haben wirklich alles probiert.
Aber letztendlich haben wir die Idee schon vor Jahren gehabt, da war das allgemeine Konsumverhalten aber noch ganz anders. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt für die Verwirklichung, wo doch gerade so viel Bewegung in der deutschen Skateboardmagazinlandschaft ist, während die Shops überhaupt keine Magazine mehr verkaufen, aber Kids alles an sich reißen, was in irgendeiner Form umsonst ist. Wir passen uns so gesehen rein vertriebstechnisch dem Markt und Trend an.

Brettsplitter: Wer finanziert die ganze Geschichte?

Boardstein: Ein kleines Fachmagazin, wie wir es nun mal sind, lebt einzig und alleine von Anzeigen, das ist einfach so und wird sich auch für uns nicht ändern, nur weil wir umsonst erscheinen. Deswegen finanziert sich das Heft quasi von selbst, sofern wir denn ein paar Anzeigen verkauft kriegen. Und diesbezüglich kann es ja nicht schlimmer werden, als es gerade ist, wenn man sieht, wie wenig Werbung wir im Heft haben. Aber mit dem neuen Konzept sind wir ganz sicher attraktiver für Werbekunden, so daß wir vielleicht irgendwann mal nicht mehr chronisch unterfinanziert sind und sogar mal Mitarbeiter bezahlen können.

Brettsplitter: Sind an die Finanzierung Bedingungen von Seiten der Geldgeber gebunden?

Boardstein: Wie gesagt, es gibt keine Bedingungen von Geldgebern, außer der Tatsache, daß man mit gewissen Firmen gut zusammenarbeitet und sich das hin und wieder auch inhaltlich bemerkbar macht. Da haben wir auch gar kein Problem mit, denn a) ist inhaltlich alles und jeder für uns interessant, das sollte nach sieben Jahren BOARDSTEIN allgemein bekannt sein, und b) ist uns das Prinzip des gegenseitigen Geben und Nehmens nicht ganz fremd, wobei wir uns durchaus bewußt sind, daß es gerade in der Skateindustrie so einige gibt, die da anscheinend noch nie was von gehört haben.

Brettsplitter: Wird die BOARDSTEIN im Bezug auf Umfang und Inhalt so bleiben, wie sie war oder verändert sich etwas?

Boardstein: Der Inhalt soll und wird auf jeden Fall so bleiben, bunt gefächert für Jung und Alt, BOARDSTEIN eben. Wir sind offen für fast alles, lernen jeden Tag irgendwie dazu und versuchen weiterhin, uns zu verbessern. Den Seitenumfang würden wir daher natürlich sehr gerne erhöhen, allein schon in Hinsicht auf das Erscheinungsbild, das ja immer noch von kleiner Schrift und mittelgroßen Photos geprägt ist, aber da müssen wir erstmal abwarten. Denn im Moment ist es uns viel wichtiger, alle zwei Monate ordentlich Inhalt zu bieten, damit die Leute auch was von dem Heft haben und nicht nach zweimal Blättern durchgelesen haben. Sobald wir aber genug Anzeigen kriegen, daß wir uns das leisten können, stehen der Schritt zu mehr Seiten und vielleicht sogar die Entscheidung zu qualitativ besserem Papier auf jeden Fall ganz vorne an…

Brettsplitter: Was versprecht ihr euch davon?

Boardstein: Wovon jetzt? Kleiner Witz… Also, in erster Linie auf jeden Fall mal eine größere, quasi die doppelt und dreifache, Verbreitung und dementsprechend mehr Menschen, die das Heft kennenlernen oder sich drauf einlassen können, einfach weil es umsonst ist, und es dann hoffentlich auch lesen oder sich wenigstens die Bilder angucken. Das erfreut uns schon mal, und ebenso erfreulich ist, daß wir nicht die Hälfte der Auflage, nämlich die Hefte, die nicht verkauft wurden, wegschmeißen müssen. Und diese große Verbreitung und die Tatsache, daß wir in aller Munde sein werden – noch mehr als wir es jetzt schon sind – verschafft uns halt einfach einen Vorteil beim Anzeigenverkauf. Und wer jetzt hier was von Ausverkauf jammert, kann gleich nach Hause gehen, der hat und wird es nie verstehen. Uns kann man keinen Ausverkauf vorwerfen, denn wir haben uns, was Anzeigen angeht, von Anfang an verkauft, wir hatten anfangs sogar Zigarettenreklame im Heft! Einfach nur, weil das einen Teil dazu beitrug, daß wir unser/euer Heft machen können. Und wenn wir unser Heft weitermachen und dabei nicht körperlich zugrunde gehen wollen, brauchen wir mehr Anzeigen, weil die Bedingungen, unter denen wir arbeiten, einfach an die Substanz gehen und wir so gesehen mit anderen Jobs wahrscheinlich besser bedient wären. Aber das wäre dann sicher nicht der Traum, den wir uns erfüllt haben und gerne weiterleben wollen. Und dabei ein Produkt zu machen, das man verschenken kann, das das Leben von einigen tausenden Menschen bereichert und zudem einfach nur gut für Skateboarding ist, ist ganz sicher das höchste der Gefühle. Das macht Spaß, hoffentlich noch viele Jahre und Ausgaben lang. Auf jeden Fall einen dicken Dank an alle treuen Leser, Abonnenten und Freunde an dieser Stelle!

Brettsplitter wünscht den Kollegen von der BOARDSTEIN viel Glück!

3 Kommentare zu Boardstein für umme - Das Interview

Boardstein=Jesus
ihr jungs seid einfach das beste was es gibt, ihr opfert euere “karieren” für skateboarding, für einige wenige gleichgesinnte die euere arbeit, eueren einsatz, euere unglaubliche opferbereitschaft zu würdigen wissen.
gäbe es ein lebenslängliches abo, ich währ dabei!

Boardstein=life=skateboarding=love=fun

rippstone 7. October 2007, 15:11 #

Jopp ich brauch eigentlich gar kein kommentar schreiben denn rippstone hat alles gesagt aber ich will BOARDSTEIN auch nochmal alles gute für die zukunft wünschen !!!

kev 7. October 2007, 20:24 #

Hut ab…
zumal die anderen ja richtig teuer werden…..
Mach mir wegen der Boardstein keine GEDANKEN,
die machen das schon….. weiter so:
Skateboard fürs Volk…

Michael 9. October 2007, 14:05 #

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