Dyrdek, Dyrdek, Dyrdek und (leider) kein Ende.
8. May 2009, 08:45 - Autor: Manuel Dietz
Es gab im Skateboarding schon lange keine Figur mehr, die mir so auf den Senkel gegangen ist wie besagter Herr Dyrdek.
Neben komplett idiotischen Guiness Buch Einträgen, wie z.B. das größte Skateboard der Welt (gib mir die Kohle von Alien Workshop, Fast-Food-Heini und DC und ich baue Dir auch ein weltgrösstes Skateboard) und Aktionen, die er dann doch eher Personen wie Danny Way zu verdanken hat (Weltrekord auf dem Skateboard (ca. 70 mph)) hat der gute eine Aura der Unantstbarkeit um sich aufgebaut. In den Folgen seiner Rob
Dyrdek’s Fantassy Factory beweiste er eindrücklich, dass man (wenn genügend Kohle vorhanden ist) gerne auf jegliche soziale Kompetenzen verzichten kann.
Da wird gelacht wenn der Cousin sich den Nackenwirbel bricht, da wird mit Hundescheisse gespielt, da wird die Möchtegern-Gangster-Braut komplett vorgeführt und die Umgangsweisen mit seinem restlichen “Personal” sind auch alle mehr als dürftig.
Als Attraktion wird natürlich die restliche Skateprominenz eingeladen … da geben sich dann Koston, Sheckler, P-Rod und Rogers die Klinke in die Hand … promoten irgend einen Street-Dreams-Rotz und ich bin mir nicht sicher, ob die sich nicht leicht deplaziert vorkommen in dieser tollen Dyrdek-Welt. Aber das sorgt natürlich für Street-Flavour wenn die Stars der Straße (und da gehört Herr Dyrdek ja nicht mehr dazu) die Factory beehren und dem Meister nach der Nase tanzen, so dass dieser sein revolutionäres Bewertungssystem für Skate-Contests vorstellen kann. Bullshit.
Schön Meister Rob baut Skateparks … das ist wirklich mal sehr positiv, kann man nix gegen sagen … auch wenn das Sternchen seines Fast-Food-Sponsors nicht wirklich in die urbane Gegen passt … da sehen wir gerne drüber hinweg, wundert mich nur, warum das nicht Happy-Star-Park heisst.
Auch die Aktion, dass Rob “illegal” ein Curb in einer der Niederlassungen bei Happy-Star skatet …. uhhhhhhh scary. Ist das Skatervolk wirklich so abgestumpft, dass solche Guerilla-Marketing-Aktionen für voll genommen werden ?
Das Dyrdek-Imperium schlägt zurück …
Das ist für mich alles … nur eben kein Skateboarding.
Sorry Rob.

8 Kommentare zu Dyrdek, Dyrdek, Dyrdek und (leider) kein Ende.
diese kritik scheint mir ein wenig überzogen. sie wirkt wie ein Produkt aus deutschem Neid, dogmatischer Realness, einer sich schützen wollenden “Skateboarder-Identität” und einem Hauch linker ideologischer Sponsoring-Kritik. Abgesehen davon, seit wann darf man nicht mehr mit Hundescheisse spielen?
Kevin 8. May 2009, 18:28 #

du darfst denken was du willst und ich bin der letzte der dir sauer ist … was wir hier versuchen ist einfach die leute zum nachdenken zu veranlassen, eben durch provokation… das scheint bei dir schon geklappt zu haben … also mission erfolgreich.
manuel 8. May 2009, 19:08 #

Aight.
Deinen Worten im Eintrag ist nichts hinzuzufügen.
Skateboarding, wenn man es dann noch so nennen kann, verliert auf diesem Level seinen Reiz für mich.
Dyrdek geh zu Olympia und nimm den Sheckler gleich mit…
Nils 8. May 2009, 20:57 #

Das stimmt schon alles aber okay mal ganz ehrlihch wer von uns würde nicht das selbe tun für die kohle die die bekommen;-).Schaut euch BAm MArgera an genau das selbe in Grün hab letzens im Mag mal wieder n BEricht gesehen indem er zugibt das das alles iwie bullshit sei aber er sagt auch das er mit ein Paar Folgen Viva la Bam und scheiße bauen genug verdient fürn Jahr.
Stephan 14. May 2009, 20:47 #

ja, die skateboardszene ist so abgestumpft.
und letztendlich stehen doch alle drauf.
wenn ganze foren davon leben können, wer gerade auf wem skated oder wieder von ihm runter ist, wundert mich das nicht mehr.
monster, limited, playboard, place usw. pushen doch letztendlich genau diese mentalität, nur in klein eben.
und ihr hier bei brettsplitter könnte durchaus auch ein bisschen mehr independent oder alternative sein. echt skateboard eben.
wunderlich 27. May 2009, 15:41 #

Du cruist gerade in der Sektion Artikel rum.
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