FOS Interview.
10. April 2009, 16:43 - Autor: Manuel Dietz

- Hi… Du bist Mark „FOS“ Foster… müssen wir sonst noch irgendetwas wissen?
- Ich bin aus einer kleinen Stadt im Norden Englands, Burnley. Aber ich lebe jetzt in New Cross, London. Ich skate seit 1987. Ich rauche nicht, trinke nicht und nehme auch keine Drogen, aber ich trinke verdammt viel Kaffee. Ich bin besessen von Comics, Eis, Süßigkeiten, Zeichnen, Tom Waits und Japan.
- Du arbeitest für Heroin Skateboards und Altamont Clothing, gibt es sonst noch etwas, was Dir Geld für Dein tägliches Leben bringt?
Nein Mann, Altamont ist das Ding, das mir wirklich Geld bringt. Ich habe Heroin und Landscape Skateboards jetzt schon für einige Jahre gemacht, Heroin seit zehn Jahren und Landscape seit fünf Jahren. Dann habe ich vor einem Jahr angefangen Altamont zu machen. Ich bin wirklich begeistert, dass ich bei so etwas wie Altamont mitmachen kann, sie machen großartige Klamotten, das heißt ich muss mir keine japanischen Levis 505’s mehr holen, ich kann einfach die Altamont Wilshire nehmen.
- Du lebst immer noch in England? Gibt es Pläne, dass Du in die Staaten gehst?
Nein, sie haben mich zwar gefragt ob ich für die Arbeit bei Altamont in die Staaten kommen würde, aber ich finde es einfach inspirierender hier in London zu sein. Ich finde Orange County, Kalifornien, kulturell nicht wirklich ansprechend. Ich will hier bleiben weil Landscape und Heroin hier sind und meine Freundin auch aus London ist. Außerdem hat London eine großartige Skateszene.
- Wie ist es mit dem „BOSS“ zu arbeiten? Gibt es strikte Anweisungen, wie ein Produkt am Ende auszusehen hat? Wie sieht der typische Arbeitsablauf aus, bevor ein Produkt in die Produktion geht?
Oh Mann Du hast keine Ahnung. Das geht so. Ich arbeite mehr mit den Jungs von Sole Tech als mit Andrew. Ein paar Mal im Jahr rufen sie mich also an und sagen: „Hey wir brauchen 15-20 T-Shirt-Designs, bis nächste Woche“. Also gehe ich alle meine Sketchbooks durch, die ich die ganze Zeit mit mir rumtrage und finde da alle Sachen die für Altamont irgendwie relevant sein könnten … dann geht’s los und ich fange an zu arbeiten. Also keine direkten Anweisungen, ich mache so ziemlich das, was ich will. Ein Traumjob also.

- Heroin Skateboards ist ja DEIN Baby, wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus? Siehst Du Heroin als Brand für UK / Europa / weltweit? Denn in Deutschland ist Heroin relativ unbekannt.
Grundsätzlich ist Heroin in UK angesiedelt, wir hatten aber schon immer Leute in Japan, wir haben gerade einen Vertrieb in den Staaten bekommen (Arthouse Distribution, Kris Markovich’s Company) und sie kümmern sich um unsere Interessen, weltweit.
Ich weiß auch nicht, warum wir in Deutschland so unbekannt sind, aber wahrscheinlich liegt das einfach daran, dass wir da noch nicht so oft waren. Es ist aber lustig, weil ich gerade auch ein Interview für das Monster Magazine fertig gemacht habe, es passiert dann eben wieder alles auf einmal.
- Heroin ist unbekannt in Deutschland, wie sieht es aber mit deutschen Firmen in England aus ?
Die einzigen Firmen die ich da so habe sind Hessenmob und Lousy Living Company, weil das eben mein Freund Stefan macht. Die Kids hier sind heiß darauf UK-Companies zu supporten, ich denke es ist das Gleiche in Deutschland, dass die Kids deutsche Firmen pushen (ich hoffe zumindest dass das so ist). So ist es wohl besser für die Szene. Ich habe eine Zeit lang für einen Vertrieb für amerikanische Marken gearbeitet, ich hatte es satt, dass sie gar nichts für unsere Szene gemacht haben, es war nur ein Nehmen, Nehmen, Nehmen. Es war gut und wichtig, dass die UK-Companies mehr respektiert und beachtet wurden, es hat den Fokus von den großen amerikanischen Firmen genommen, die wirklich nur selbstgefällig waren.
- Warum der Name Heroin Skateboards ?
Weil Skateboarding abhängig macht.
- Wenn ich mir Deine Skateparts ansehe ist das alles dieses Punkrock-Ding, kommt Deine Inspiration durch den Punk, oder woher bekommst Du Deine Ideen?
Ich bin einfach aufgewachsen und habe dabei Punkrock gehört, Bad Brains, Black Flag, Minor Threat und solche Sachen eben… seit ich jetzt auch Videos mache bin ich da offener gegenüber anderer Musik. Ich höre jetzt alles ein bisschen, J-Pop (japanischer Pop) ist unglaublich.
- In deinen Parts gibt es viele dreckige, roughe Spots, ist es das was Du brauchst? Wie sieht es aus mit einem perfekten Marmor-Curb ?

Ich mag eigentlich abgefuckte Sachen, oder Sachen für die man Einfallsreichtum und Phantasie braucht. Bring mich an einen perfekten Marmorblock und es ist mir nach zehn Minuten langweilig. Bring mich an eine 50 cm Backsteinquarter auf die man rauf ollien muss und ich bleibe den ganzen Tag dabei. Ich habe da auch keine Erklärung dafür, ich schätze es ist, weil ich im Norden Englands nur solche Spots gefahren bin, das ist es also was ich mag. Es ist lustig, wenn ich Leute aus der City manchmal zu meinen Spots in London mitnehme sind sie entsetzt: „Du willst dass wir DAS skaten?“ Lustig.
- Vielen Dank.

3 Kommentare zu FOS Interview.
bombe dave..super das du das mit fos gemacht hast…beste grüsse aus dresden
ronnie/1952shop
ronnie 14. April 2009, 23:15 #

Du cruist gerade in der Sektion Artikel rum.
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