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alter. shirt einen zehner.

Mexiko - Woche 3

22. July 2010, 07:29

Reisebericht und Bilder von Bo

Aua
Boiler
Antriebslos
Hot Dogs
Murmelspiel
Zweiräder
Stolz
Müllabfuhr
Laden zu
Laden offen
Hinterhof
Rock
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Skatepark
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Nachbarshund
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Arme Frau
Spaß
Backside Flip
FS Bigspin

4. Juli

Gegen 12 Uhr war ich wach und die nächsten 3 Stunden im Internetcafé, um deutsche Presse zu lesen und zu erfahren, dass es in der Heimat genau so heiß war, wie hier vor der Tür. Danach fuhr Pedro Joseph und mich zum Padre Spot, wo es mal wieder heiß her ging. Ich konnte kaum skaten. Pekas kam wenig später auch noch dazu und gegen 17 Uhr kam dann auch Renol von seiner Verkaufstour wieder. Wir skateten, filmten und laberten Scheiße, dass es nur so krachte. Es war eine super Session. Um 19 Uhr kamen dann sogar noch ein paar andere Locals, von denen sich einer von diesem riesigen Block warf und sich dabei den Fuß ausrenkte, was allerdings aussah, als wäre er gebrochen gewesen. Er hatte keine Versicherung, also war er doppelt geschockt. Er saß einfach nur so da und machte eigentlich gar nichts, außer in die Gegend zu schauen. Pekas fuhr ihn ins Krankenhaus und der Rest wieder zurück zum Haus, denn keiner von uns wollte noch skaten. Ich lag in der Hängematte und las etwas, um mir die Zeit zu vertreiben. Abends kamen noch ordentlich Leute vorbei, mit denen die ein oder andere Pulle Bier geleert wurde. Gegen 3 Uhr schmissen wir uns, mit der Aussicht auf 3,5 Stunden Schlaf, in die Seile.

5. Juli

Um 6:30 Uhr ging der Wecker und das Haus wurde gesäubert, die Koffer bepackt und am OXXO auf das Taxi gewartet. 150 Pesos fanden Renol und Joseph für 30 Kilometer sehr teuer, aber Hauptsache wir waren am Flughafen. Wir gaben unser Gepäck auf, quatschten über schöne Frauen in der Aula und Josephs Tante rief an, dass er doch zu ihr kommen soll. Sie würde auch den Flug zahlen. Um 9:55 Uhr flogen wir, inklusive Joseph, los und kamen 2 Stunden später in Toluca an. Mit dem Taxi kamen wir zum Busbahnhof, wo mich ein Polizist anquatschte, der allerdings nur Englisch reden wollte und damit sein Englisch verbessern. Übung macht den Meister. Joseph fuhr wieder zurück zum Flughafen, um nach Gualajara zu seiner Tante zu fliegen. Renol und ich machten es uns im Bus gemütlich und fuhren nach León, wo Renols Freundin Ami uns abholte. Ich war froh mal wieder jemanden zu treffen, der Deutsch spricht. Kurz nachdem wir unser Gepäck in der Bude platziert hatten, fuhren wir mit dem Stadtbus zu einem Restaurant. Es gab Huhn mit Scharf. Keine Ahnung was genau das war, was ich da aß, aber es war sehr lecker. Danach gab es noch eine kleine Stadtführung zwischen den alten Mauern der Stadt. Mit dem Bus kamen wir auch wieder zurück und ich erfuhr, dass, wenn die Quersumme der Zahlen auf dem Ticket 21 ergibt man einen Kuss einer beliebigen Person einfordern kann. Leider war gerade keine in der Nähe, von der ich geküsst werden hätte wollen. Wieder in der Wohnung und nach einer Dusche hing ich 2 Stunden vor dem PC und hörte Musik, um dann auf der Luma einzuschlafen.

6. Juli

Ich stand auf, begann gemütlich meinen Tag und erkundete die Gegend. Ich hatte mich recht bald auch verlaufen, was mich allerdings zu meinem Frühstück führte. In einem OXXO holte ich mir ein paar Brötchen und eine Milch und entspannte in der gemütlichen Atmosphäre des kleinen Supermarkts. Ich lief noch ein wenig orientierungslos durch die Gegend, bis ich wieder wusste wo ich war und in die Wohnung zurück fand. Im Laufe des Tages kam Renols Onkel, um das Auto zu reparieren. Mitten auf der Straße. Renol schickte mich mit einem Local zu einer Miniramp in der Nähe, damit ich etwas zu tun hatte, während das Auto repariert wurde. Die Locals dort sind echt gut, aber die Miniramp ist einfach scheiße. Eine Stunde später kam dann auch Renol mit dem reparierten Auto und ließ sein Brett auch übers Coping gleiten. Bald fuhren wir zum nächsten Skatepark, der auf dem Hügel über León liegt. Die Rampen sind aus Blech, Quarters und Banks kaum einen Meter breit und der Rest ist auch nicht der Hammer, aber man konnte dort fahren. Nachdem keiner mehr Bock hatte fuhren wir wieder zurück, um uns auf den Abend vorzubereiten. Erst waren wir in einer Bar, in der ein Bier 5 Pesos kostete. Da waren überall junge Leute und ekliges Zeug auf dem Glasrand. Ich weiß nicht was es war, aber es schmeckte ungefähr so wie der Lutscher. Zum Glück konnte man es wegwischen und das Bier ohne diesen salzigen Geschmack geniesen. Dort lernte ich auch Gogo kennen, einen aus Californien stammenden Typen, der Lehrer ist und mit einer seiner Schülerinnen ausgehen wollte. Er meinte, dass das kein großes Ding in Mexiko wäre. Nach dem wir genug Bier getrunken hatten fuhren wir weiter zu einer „Nobel-Rock-Disco“ in der das Bier schon 15 Pesos kostete. Wir hatten trotzdem unseren Spaß und einen Trikottausch mit Sean gab es, zur Belustigung aller, auch noch. Außerdem lernten wir noch 2 Mädels kennen, die mit zu Renol kamen und bis morgens um 8 Uhr mit uns tranken. Ich war fertig. Gute Nacht.

7. Juli

Ich stand gegen 12 Uhr auf und Renol nahm mich mit auf eine Shop-Tour durch León. Er musste sein Zeug verkaufen und ich hatte die Möglichkeit mehr von der Stadt zu sehen. Der geilste Shop war der von Pepe. Ein kleiner Laden, der von einem echten Skater geführt wird und der mit seinen Kollegen immer S.K.A.T.E. vor der Tür spielt. Renol zeigte mir auch ein paar Spots und lud mich dann auf eine Leóner Spezialität ein: Guacamayas. Das ist ein Brötchen in dem süße, knusprige Waffeln gesteckt werden. Darauf kommen Tomatenstücke mit etwas Soße und nicht zu vergessen Limettensaft. Mit einem Glas Melonensaft ist das ein Gaumenschmaus. Abends stand wieder mal Party auf dem Programm. Ein paar Locals holten mich ab, wir kauften Bier und Tequila und fuhren im Regen, mit 2 auf der Ladefläche des Pick-ups, zu einem Haus. Die Band im Wohnzimmer war gar nicht mal so schlecht. Ein paar Covers von Metalica und Slayer und wahrscheinlich noch ein paar eigene Lieder. Das Gesöff war übrigens nicht dieses Läpperwasser, das man hier so im Laden bekommt, sondern ganz fieses Zeug, das richtig nach Tequila schmeckte. Das war dann auch mein Verhängnis, denn ich weiß von diesem Abend nichts mehr, außer dass ich gegen 6 Uhr morgens im Bett lag.

8. Juli

Kater. Ich hatte den Kater meines Lebens. Ich schaute den ganzen Tag „Lost“ auf Englisch , um irgendwie klar zu kommen, schlief ab und zu und trank Wasser. Es war ein stundenlanger Kampf. Abends wurde noch ein bisschen Footage von der Küste gesichtet und dann war ich auch schon wieder im Bett.

9. Juli

Ich schlief erstmal ordentlich aus. Danach die nächsten 100 Folgen Lost und dann fuhr ich mit Shapperd und seinem Freund skaten. Der erste Spot war zwar schon etwas ranzig, er war aber im Schatten, die Curbs konnte man zumindest sliden und das Flat war nicht das schlechteste. Der nächste Spot waren einfach die kleinen Banks, die es in ganz León an den Straßen gibt. Die Dinger machen genau das, wonach sie aussehen: Spaß. Die zwei zeigten mir noch eine Getränkespezialität, die einfach nicht schmecken konnte. Es war Wassermelonensaft, irgendeine Frucht, die etwas nach Honigmelone aussah, darauf dann Käse und zur Krönung Cillipulver. Echt eklig, aber ihnen hat es geschmeckt. Sie fuhren mich, als die Session an den kleinen Banks vorbei war, zu Renol zurück, der mich wiederum zum Busbahnhof fuhr, von wo aus ich nach Guadalajara fuhr. Ein paar Stunden später holte mich Wero ab und wir fuhren zu ihm nach Hause. Sein Englisch war genauso miserabel, wie die Gegend in der er wohnte, aber das Essen, das er mir auftischte war echt super. Hühnchen, Gemüse und Sachen, die ich nicht definieren konnte in Maisbrei und in Maisblättern eingewickelt. Sehr lecker. Sein Zimmer hingegen sah alles andere als lecker aus. Ich sah schon alleine auf dem Weg von der Tür zum Bett, und das sind keine 5 Schritte, 3 Kakerlaken, die über den Boden huschten. Von den Fliegen will ich gar nicht erst anfangen. Ich war aber froh ein Dach über dem Kopf zu haben und dachte mir immer wieder, dass die Reise ja ein Abenteuer sein soll und keine Kaffeefahrt.

10. Juli

Ich stand auf und wir fuhren sofort skaten. Wir holten Pedro und zwei andere Typen (Ja, die Jungs waren mir sozusagen gefolgt) ab, die uns auch gleich erzählte, dass Pekas krank ist. Wir fuhren zu einem Doubleset. Echt schöner Spot. Ein paar Bänke, schönes Flat und eben dieses Doubleset. Nachdem Pedro seinen Varial Heel gemacht hatte fuhren wir wieder nach Hause, um etwas zu essen. Weros Oma tischte uns lecker Suppe auf. Eine Skulptur war unser nächstes Ziel. Viele Banks und viel Spaß brachte dieser Spot mit sich. Direkt daneben stand auch ein Skatepark, der total verbaut, aber fahrbar war. Pedro stürtze sich dort auch einen 4 Meter hohen Drop runter. Leider hat er es nicht gestanden und es gibt auch kein Foto davon, aber es war der Wahnsinn. Vor allem auch weil er es 2mal versucht hatte. Ich pushte mich über den kaputten Beton, hatte meinen Spaß und nach der Session fuhren wir zu einem der Locals nach Hause und aßen dort Hühnchen mit Reis. Die Mutter war sehr nett und lernte seit 6 Monaten Deutsch, konnte aber leider nicht wirklich etwas. Danach wieder in die Kakerlaken-Bude, lesen und ins Bett. Ich stelle mir immer einen Ventilator neben das Bett, damit mich die Fliegen nicht auffressen konnten.

Mexiko – Woche 1
Mexiko – Woche 2
Mexiko – Woche 2

2 Kommentare zu Mexiko - Woche 3

hallo, ich bin seit 2 monaten hier in guadalajara und hab leider nur noch eine woche.
wo ist der spot, wo wero backside flip macht? i

sumedum 25. August 2008, 03:40 #

Die Bank, und andere Spielereien, ist neben einem kleinen Skatepark. Leider weiß ich auch nicht mehr wo der Park ist.

bo 29. August 2008, 11:49 #

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