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alter. shirt einen zehner.

Skateboarding und Drogen

14. September 2006, 10:38 - Autor: Corporal Sandfurz

brettsplitter.com rät von jeglichem Drogenkonsum ab! Insbesondere im Straßenverkehr und bei gefährlichen sportlichen Aktivitäten ist Drogenkonsum total schwachsinnig. Kapiert? Ok.

Andererseits haben Drogen schon immer eine große Rolle in so ziemlich allen Gesellschaften der Weltgeschichte gespielt… hier also eine total subjektive, Vollständigkeit nicht für sich in Anspruch nehmende Betrachtung der Zusammenhänge zwischen Skateboarding und Drogen...

Nikotin

Die wohl verbreitetste und dabei wirkungsloseste Droge unter Skateboardern. Ne Fluppe zwischendurch, oder nach einem harten Slam, wirkt irgendwie leicht adrenalinbetäubend und gilt dabei für viele als Zeichen für Verwegenheit und Draufgängertum. Von Schüchternen und Einfallslosen oft zur Kontaktknüpfung benutzt, sowohl beim anderen Geschlecht als auch bei anderen Skatern.

Mit Kippe in der Hand oder im Mund skaten sieht besonders cool aus und zeugt von lässiger Beherrschung des Geräts. Besonders wenn man dann auf der Fresse liegt, im Gesicht saftet, aber die Kippe hat gehalten.

Abhängigkeitsgefahr: extrem hoch
Nebenwirkungen: kürzeres Leben, schlechte Kondition, chronischer Geldmangel, andauerndes Schnorrertum, schlechter Atem, gelbe Finger, Unterstützung der Tabak-Mafia

Alkohol

Wahrscheinlich die zweithäufigste Droge im Skateboarding. Ein kühles Bierchen während der Session schmeckt nicht nur gut, sondern liefert auch wertvolle Mineralien, lockert bei vielen die Muskulatur, und kann dabei helfen, die Hemmung vor dem fiesen Gap zu verlieren. Leider nimmt die Reaktionszeit proportional zum Alkoholpegel zu, was bei einem Bail die Zehntelsekunde zwischen Abrollen und Schlüsselbeinbruch ausmachen kann.

Daher wird Alkohol eher selten während des Skatens benutzt, bzw. wenn dann nur in geringem Maße, oft und gerne aber danach. Besonders bei Zusammenkünften mehrerer Skater wird ausschweifender Alkoholkonsum gerne zur höchsten Maxime erklärt, und die Fähigkeit viel zu “vertragen” verschafft einem ein ähnliches Maß an Anerkennung wie gutes Skaten.

Abhängigkeitsgefahr: hoch
Nebenwirkungen: kurzfristig (nächster Tag) Kopf- und Magenschmerzen, langfristig Verdummung und Leberschäden

THC / Haschisch / Marihuana

Der in der Gesellschaft verbreitete Stereotyp eines Skaters kifft. In der Realität trifft dies aber höchstens auf die Hälfte aller Skater zu, und viele davon beschränken es auf nach der Session.

Bekifft zu skaten kann, sofern man mit den Wirkungen der Droge vertraut ist und seine Dosis kennt, durchaus zu Kreativ-Ausbrüchen auf dem Brett verhelfen. Das Brett wird wieder mehr zum Spielzeug, man kommt plötzlich auf die Idee, vollkommen andere Tricks als normalerweise zu probieren, manche Probanden sprechen sogar von einem Eins-Werden mit dem Board, alle äußeren Einflüsse scheinen zu verschwinden, und am Ende der Line hat man schon wieder vergessen, was man als ersten Trick gemacht hat.

Vorsicht: gerne übersieht man dabei dann andere Verkehrsteilnehmer, was zu unangenehmen Kollisionen führen kann! Es gibt sie nämlich doch, die “Haschisch-Toten”!

Abhängigkeitsgefahr: vorhanden, von Mensch zu Mensch unterschiedlich
Nebenwirkungen: Verlust des Zeitgefühls, Paranoia, Antriebslosigkeit

Kokain

Aufgrund des hohen Preises nicht die Droge erster Wahl für Skateboarder. Angeblich sollen gewisse Personen im Pro-Zirkus gelegentlich von diesem Pulverchen Gebrauch machen, teilweise sogar während der Contests. Zumindest kann man diesen Eindruck gewinnen, wenn man sich das arrogante Gehabe eines gewissen Ex-Flip-Pros so ansieht.

Da Koks, so sagt man, jegliche Hemmung verschwinden lässt, wird man sich unter dessen Einfluss ohne langes Überlegen auf das nächstbeste 20-Stufen-Rail werfen, am besten gleich mit Backside Lipslide. Anschließend, man hat den Trick natürlich First Try gestanden, greift man sich die nächste geile Schnecke und beweist ihr, dass es schon lange eine Alternative zu Viagra gibt.

Abhängigkeitsgefahr: sehr hoch
Nebenwirkungen: Selbstüberschätzung, kaputte Nasenschleimhäute, falsche Freunde

LSD

Leider kenne ich niemanden, der mir von Erlebnissen unter LSD-Einfluss auf dem Skateboard berichten kann. Es ist jedoch naheliegend, dass der Konsum dieser stark bewusstseinsverzerrenden Droge sich nicht unbedingt förderlich auf die Skateskills auswirken dürfte. Dafür hat man aber die Möglichkeit, jedes graue Flat zu einer total abgefahrenen und bunt angemalten Betonbowl-Landschaft werden zu lassen. Und nicht zu vergessen, dieses Hoverboard-Feeling… whoa!

Abhängigkeitsgefahr: hoch
Nebenwirkungen: Veränderte Wahrnehmung, Paranoia, evtl. “Hängenbleiben” mit Einweisung in die Psychiatrie

Heroin

Wahrscheinlich die widerlichste Droge der Welt. Sie passt so sehr zum Skaten wie ein Gesichtstattoo zu Angela Merkel. Einmal damit angefangen, wird das Brett schnell zur Nebensache, vielleicht benutzt man es noch ein paar mal, um damit zum Straßenstrich zu fahren, wo man seinen Arsch für den nächsten Schuss hinhält. Das Brett wird aber auch recht bald für nen Zwanni an irgendein Skatekiddie verkauft.

Duane Peters soll wohl eine Weile drauf gewesen sein, hat es aber irgendwie wieder geschafft, davon loszukommen, er säuft nicht mal mehr. Glückliche Ausnahme!

Abhängigkeitsgefahr: immens hoch
Nebenwirkungen: gesellschaftlicher Abstieg, brennender Arsch, sicherer Tod

Skateboardfahren

Skateboardfahren ist die geilste Droge der Welt. Fast jederzeit verfügbar, nach Belieben dosierbar, kann sowohl adrenalinfördernd als auch entspannend wirken. Brettsplitter’s Choice!

Abhängigkeitsgefahr: einmal angefangen, ist ein Aufhören nahezu unmöglich
Nebenwirkungen: Spaß, Lebenssinn, gesteigerte Kreativität, Kennenlernen netter Menschen aus aller Welt, gelegentliche kleinere Verletzungen, im Alter evtl. Arthrose/Rheuma

9 Kommentare zu Skateboarding und Drogen

Geiles Ding. Der Artikel hat mir echt mal gefallen ;).

Bastian Stegen 14. September 2006, 21:02 #

Das verdammte “e” ... Widerlich.

Extasy habt ihr vergessen.

dL 20. September 2006, 02:34 #

ups… muss wohl das “selektive Gedächtnis” dran schuld sein. ;)

Rollbrettfahrer 20. September 2006, 08:48 #

Wahnsinn! Echt ne super rezession über so nen sozialen Abstieg.

The Vallely 16. November 2007, 15:01 #

echt geil…der Artikel war echt total interessant…hat mir echt total gut gefallen

slide 22. March 2009, 21:23 #

DaS Beste Drogen ist Das Skaten…!!!

T.C 10. April 2009, 17:42 #

echt n geiler artikel!

MAKEITHAPPEN 2. May 2009, 16:25 #

sehr informativ, super!!

jam 13. July 2009, 18:56 #

skaten ist wirklich die beste droge :)

PS: LSD ist physisch nicht abhängig machend und wann dann nur sehr gering.

Grüsse aus der Schweiz

crackwhore 19. March 2010, 15:17 #

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