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alter. shirt einen zehner.

Wenn Skateboarding olympisch wäre

28. August 2007, 01:26 - Autor: Bastian Stegen

Es ist mittlerweile 12.00 Uhr mittags. Die Strassen der sonst so belebten Stadt sind leer.
Alle sitzen sie vor ihren Fernsehgeräten und verfolgen die Olympischen Spiele in London, England.
Grade startet das Finale des „Big Air“-Contest. Wer hätte am Anfang dieser Spiele gedacht, was für ein großes Ding Skaten bei den Spielen wird?
Durch ein geschicktes Marketing und die richtige PR von Seiten des Rad-Weltverbands, hat sich diese Sportart zum Publikumsliebling gemausert.

Die Kamera schwenkt um zur Rampe. Da steht der Mann, auf den so viele setzen. Danny Way im Trainingsanzug der Vereinigten Staaten von Amerika. Er macht einige Dehnübungen und läuft sich vor seinem Einsatz warm. Unter dem Anzug trägt er das rot-weiße Trikot der USA. Die Trikot-Hose-Kombination erinnert stark an die, die das Basketball-Dreamteam, um den legendären „Magic Johnson“, von ’92 in Barcelona getragen hat. Einziger Unterschied sind die auf baggy und trendy getrimmten Hosen und die weiten T-Shirts.

So steht er oben auf der Rampe. Er atmet noch einmal kurz durch, bevor er sich in den Abgrund stürzt.

Sein Trainer, ein Mann mit einem gut sitzenden Armani-Anzug steht neben der Fläche in der Olympischen Sporthalle.
Haben sich die langen Monate im Trainingslager ausgezahlt? Die täglichen Liegestütz und die vielen Runden um den Platz? Selbst einen Psychologen haben sie engagiert, um langsam im Meditationscenter auf die Tricks hinzuarbeiten.
Früher hat er die Radelite trainiert, doch dann wurde er vom Rad-Weltverband zu einer anderen Aufgabe berufen. Er war der erste, der eine Olympische Skateboardmannschaft trainieren sollte und das Jahr 2012 ist sein Jahr. Gut machen wollte er es. Und viel Geld wird er auch dafür bekommen. Er steht nun neben der Rampe und eigentlich ist es sein Verdienst, dass Danny hier starten kann. Er hat ihn immerhin trainiert, ihm alle seine Sponsoren besorgt, die auf sein Trikot gestickt sind. Er ist der „Macher“.

Danny Way spührt den Wind um die Nase. Er rast die Rampe in einem Höllentempo hinunter. Jetzt bloß das Programm abspuhlen, das sie so oft geübt haben.

Anfahrt. Er hebt ab. 720°. Nun konzentrieren. Da kommt die Quater. Abheben. McTwist Versuch. Er verliert das Gleichgewicht. Er bailt den Trick.

Diese Spiele sind für ihn gelaufen. Sein Trainer tobt vor der Rampe und macht sich Gedanken, was er der Welt auf der, auf den Wettkampf folgenden, Pressekonferenz sagen soll. Aber vielleicht klappt es für Danny ja in vier Jahren.
Der Trainer trainiert jetzt wieder Radsportler. Die sind nach seinen Aussagen disziplinierter und einfacher zu betreuen. Zurück in die Sendezentrale.

Anmerkung des Schreibers:

Dieser Text wurde inspiriert von diesem Artikel.
Er klingt zwar sehr utopisch und es ist alles 100 % übertrieben. Aber wollen wir wirklich, dass Skateboarding olympisch wird? Ist Skateboarding nicht etwas freies, von der Strasse? Oder ist es etwa eine Sportart, wie Fussball, die in einer Turnhalle vor anzug- und fantrikottragenden Menschen Statt finden sollte? Mit hundert Millionen Zuschauern. Meiner Meinung nach nicht.

9 Kommentare zu Wenn Skateboarding olympisch wäre

sehr schöner text

fabian 28. August 2007, 10:59 #

FAKKKKKKKKK
Wenn solcher Mist realität wird, dann müssen wir alle Befürworter töten, alle Firmen niederbrennen und Skateboarding gesetzlich verbieten oder noch besser aus den Köpfen der Leute löschen und nochmal neustarten.
Für was ist eine Olympiade gut ausser um noch mehr Profit aus dem Ding, das wir lieben, zu schlagen?!

Mihi H. 28. August 2007, 21:04 #

Ich hab’ mir auch schon meine Gedanken gemacht und finde, dass, wenn die “Skateboard-Spiele” in einem angemessenen Rahmen (ich meine damit wie ein Contest mit fetter Party, Geschichten und Spaß) abläuft, ist mir das recht schnuppe. Falls es aber so läuft wie oben beschrieben, sollte man sich Bob anschliesen, der da sagt: “Ich habe viel Respekt vor Olympia, aber wenn das IOC versucht, uns seinen Willen aufzuzwingen, werde ich dagegen arbeiten und nicht teilnehmen.” (http://www.tagesspiegel.de/sport/Skateboard-Olympia-2012;art272,2353234)

bo 30. August 2007, 12:43 #

Hey Schreiberling,

natürlich müssen wir zu Olympia,
denn wir brauchen in jeder großen Stadt eine Skatehalle!
OK, Trainer mit Anzug und Pfeife brauchen wir nicht!
Ich hoffe, das wir nicht alle dann in den Bund Deutscher Radfahrer eintreten müssen aber einen Deutschen Verband von uns selber gemacht hätte schon was!
Nur keinen DRIVE oder son mist ne ne…
Also ich sehe für die jungen Wilden ne Menge Möglichkeiten und das ist was Skateboarding braucht:
Nachwuchs!!!!!!

Michael Hinrichs 30. August 2007, 18:44 #

recht hat er…

ich weiss es hört sich komisch an, aber : “keep skateboarding illegal”

fabi 31. August 2007, 03:27 #

The “one family thing” dies in 2012!

Muus 13. September 2007, 18:24 #

Leute, Leute. Ganz entspannt. Es gab schon mehrere Hochs und Tiefs in der Geschichte des Skateboardings. Mal war es hip, total out, cool, assi und mal wieder “trendy” auf einem Board zu stehen.

Denkt mal an den Inline, Snakeboard und was weis ich für einen Trendsport. Was hat überlebt? Skateboarding! Und es ist immer noch das Family Ding wie es bei mir vor 12 Jahren war, mit dem einen Unterschied: Mal sind mehr und mal sind weniger gefahren. Was solls… und nach Olympia wenn wir dabei sind wird es auch nicht anderst sein als vorher.

Gut es werden wohl wieder viele neu anfangen oder wieder aufs Board aufsteigen – aber die Leute die es nicht lieben die werden früher oder später wieder unseren underground sport verlassen, da es einfach wenig Regeln gibt an die wir uns halten.

Und wenn schon der hype danach ausbricht, ja und? Die Boards, Schuhe usw werden günstiger weil die Firmen mehr verkaufen (erinnert sich noch jemand so an ´96-´97? Ich habe noch nie soviele Leute mit Skateschuhen gesehen)Die Pros hats gefreut und der ein oder anderen kleine Deutsche Skater wurde nun auch mal unter Vertrag genommen weils den Firmen gut ging!!!!!

Die Bürgermeister lassen sich wieder zu Investitionen überreden, nutzt das! Die haben uns immer wieder beschissene Betonparks vor die Nase gesetzt – einfach vergessen, abreisen, neues Zeug her aber setzt euch ein das der Skatepark nun nach euren Wünschen gebaut wird und chillt nicht nur den ganzen Tag – davon wird nix besser. Manches verstehen die nicht, aber den Stadtvätern könnt ihr zum Beispiel mal so einen Begriff wie “Sport-Großgeräte-Förderung” auf die Nase binden. Das Funktionert! Bin gerade dabei für unseren Skatepark nach neuen Rampen zu betteln und es sieht gut aus! Und sagt Ihnen wir brauchen Trainigsstätten und Geräte, damit die Jungend für Olympia trainieren kann.

Ich weis das liegt euch fremd, aber nur so versteht ein Mensch der nicht Skateboard fährt einen Skateboarder.

Kopf hoch Leute, es gibt schlimmeres als Skateboarding bei Olympia!

Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich bin seit 12 Jahren Skateboarder, Mitinhaber eines Skateshops und in einem Skateboard verein “Abteilungsleiter”(ohne diesen hätten wir keinen Skatepark! – für alle die jetzt ankommen das ich von nicht Ahnung habe)

Best regard!

Thomas Lutzenberger 19. January 2008, 19:45 #

Ich bin aus der schweiz, und wenn ihr mich fragt sollte jedes Land eine skateboard Verband haben so ist es einfacher solche entscheidungen richtig zu entscheiden. Wir in der Schweiz haben die S.S.A
Peace

Merlin 18. August 2009, 19:53 #

weiß eigentlich jemand, was aus dieser “debatte” gfeworden ist? wird jetzt in london olympisch geskatet? oder ist das wieder eingeschlafen?

vomsehen 30. September 2009, 14:12 #

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